Frankenberg(ots). Offenbar auf das Konto ein und derselben Täter gehen zwei Betrugsfälle am gestrigen Mittwoch in Frankenberg, bei denen Unbekannte mit der perfiden Masche der Schockanrufe mehrere zehntausend Euro erbeuteten. Auf russischer Sprache teilten sie den beiden hochbetagten Opfern mit, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht und dabei einen anderen Menschen schwer verletzt habe. Nur durch die Hinterlegung einer hohen Kaution könne verhindert werden, dass die Familienangehörige unmittelbar eine Haftstrafe antreten müsse. Von den Tätern massiv unter Druck gesetzt und in großer Sorge, übergaben die Seniorinnen schließlich die hohen Geldbeträge an ihrer Haustür. Die Ermittler der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Nordhessen suchen nun nach Zeugen, welche Hinweise auf die bislang unbekannten Geldabholer geben können.
In beiden Fällen holten die Täter, die sich als Polizeibeamte ausgaben, das Geld an der Haustür der hochbetagten Opfer in einem Wohngebiet nördlich der Ruhrstraße ab. Die erste Übergabe ereignete sich gegen 10:30 Uhr, als eine der beiden Rentnerinnen das gebündelte Geld an einen schlanken, sportlich gekleideten Mann mit dunklerem Hautteint übergab, der damit in unbekannte
Richtung davonging. Gegen 20 Uhr erschien dann ein Täter bei der anderen, nur einige hundert Meter entfernt wohnenden Dame, welche das Bargeld in eine schwarze Ledertasche gepackt hatte. In diesem Fall wurde der vermeintliche Polizist als 25 bis 30 Jahre alt, von normaler Statur und mit schwarzen Haaren beschrieben, außerdem soll er eine schwarze Lederjacke und eine schwarze Hose getragen haben. Auch er ging zu Fuß in unbekannte Richtung davon.
In beiden Fällen konnten die Geldabholer trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen nicht mehr gefasst werden. Wer den Ermittlern Hinweise auf die beschriebenen Männer geben kann oder im Bereich der Tatorte weitere verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 zu melden.








